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Rothaarig | BESONDERE Fakten über Rothaarige

26. Juli 2019msdredaktion

Rothaarige Menschen – eine historische Seltenheit
Rothaarige Menschen sind seltener als Brunette oder Blonde. Dies kann man biologisch erklären aber auch historisch gibt es Gründe für dieses Phänomen.

rothaarig

Rothaarig – Die biologischen Fakten zu rotem Haar

Die Haarfarbe wird durch das mutierte Gen MC1R rezessiv vererbt. Bei einem rothaarigen Kind hatten beide Eltern sehr wahrscheinlich blondes oder rotes Haar und damit mutierte MC1R-Gene in sich, denn MC1R bestimmt, welche Farbpigmente hauptsächlich gebildet werden. Sind Sie rothaarig, waren Personen unter Ihren Vorfahren auch rothaarig, beide Eltern hatten diese Gene in sich und Sie haben die genetische Chance von 1/4 ergriffen. Das Gen MC1R ist übrigens auch verantwortlich für sonnenempfindliche Haut, weswegen Rothaarige meist schneller einen Sonnenbrand bekommen als Andershaarige. Was die Evolution dabei wohl zeigen wollte? – Wenn schon rothaarig, dann bei Sonneneinstrahlung komplett rot?

Rothaarige = Hexen?

Im Mittelalter wurden Menschen mit rotem Haar gefürchtet, da die Farbe Rot für den Teufel stand. Aber nicht der einzige Grund. Nur ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung sind rothaarig. Damit sind sie in der Unterzahl und selten. Im Mittelalter wurden unter anderem diese beiden Fakten miteinander kombiniert und so entstand die Hexenverfolgung. Eine andere Theorie besagt, dass die Rothaarigen im Mittelalter häufiger medizinische Kenntnisse und Interesse an Magie hatten, als Menschen mit anderen Haarfarben und sie deswegen so gefürchtet und verfolgt wurden. Diese Theorie kann historisch allerdings nicht be- oder widerlegt werden. Was belegt werden kann, ist die Tatsache, dass durch die Hexenverfolgungen der Anteil der rothaarigen Bevölkerung im Mittelalter reduziert wurde und es auch deswegen in der heutigen Zeit weniger rothaarige Menschen gibt.

Rothaarige Schotten

Rund vier Prozent der Europäer sind rothaarig. Und das Land mit den meisten Rothaarigen ist Irland, oder? Falsch, denn tatsächlich sind dort nur ca. zehn Prozent der Bevölkerung rothaarig, während in Schottland 13 bis 14 Prozent diese Haarfarbe aufweisen. Schon die Römer haben die Kelten und Germanen als Rothaarige beschrieben. Dies könnte eine Erklärung für die Anhäufung der roten Haarprachten auf den nordeuropäischen Inseln darstellen. Die Römer bauten den Limes in England und dadurch gab es dort kaum eine Vermischung der römischen Gene (dunkelhaarige Typen) mit den nördlichen rothaarigen Typen. Und auch später bekämpften die Wikinger von ihren nördlichen Inseln und Skandinavien die südlichen Länder. Es gibt also schon seit Jahrtausenden eine Grenze zwischen dem rothaarigen Norden und dem Brunetten Süden in Europa.

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